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Zur Geschichte der Kirche

M.L

Unsere Kirche steht an exponierter Stelle inmitten des alten Teils von Grenzhausen mit Blick zum Rheintal. Der älteste Teil der Kirche ist der romanische Wehrturm, der ins 12. Jh. zurückreicht. Bemerkenswert sind sein barocker Helm und die Wetterfahne. Bis zur Zeit der Reformation gehörte die Kirche wie die Kapelle in Höhr zum Vallendarer Kirchspiel. 1577 übernahm der Fürst zu Wied das Patronat. Von 1655 -1729 gehörte die Pfarrei zu Alsbach. Der Kirchhof existierte bis 1843 um die Kirche herum und wurde dann nach außerhalb - dem heutigen Stadtpark - verlegt. Nach dem Abriss des ursprünglichen Kirchenschiffes wurde 1879 an den Turm ein neugotisches Kirchenschiff angegliedert. 1969 wurde die Umgebung der Kirche neu gestaltet und dabei die alte Schule und das Küsterhaus abgerissen.

1969 bekam der Innenraum der Kirche seine heutige Gestalt

M.L.
Altarraum

Unter Anleitung des zuständigen Restaurators der Ev. Kirche in Hessen-Nassau kehrte mit der bunten Farbgestaltung und der Raumaufteilung eine neue Fröhlichkeit in die Kirche ein. Dunkelbraun wurde durch freundliche grüne und rote Farbtöne ersetzt Die Bankreihen, die zuvor durch einen Mittelgang unterbrochen waren, sollten nun einen einheitlichen Block bilden, ein Zeichen für die Gemeinschaft unter den Kirchenbesuchern und die  gemeinsame Ausrichtung auf den Altarraum. Einzigartig für Kirchen im Westerwald ist die Einbeziehung der heimischen Keramik in die Innenraumgestaltung. 1997 konnte die aus 1861 stammende Rasmann-Orgel renoviert und auf ihren ursprünglichen Stand gebracht werden. Im Zuge aufwendiger Sanierungsarbeiten an dem Dachstuhl des Kirchturmes, im Jahr 2000, wurde eine 3. Glocke eingebaut. 2001 wurde die Kirche von innen und von außen neu gestrichen.

Heimische Keramik in der Kirche

M.L
Keramik Platten "Ich bin"

Das heimische Kunsthandwerk hat bewusst Einzug gehalten. Besonders sind die Arbeiten des Höhr-Grenzhäuser Töpfers  Wim Mühlendyck sind zu bewundern. 
120 verschieden dekorierte salzglasierte Keramik-Schmuck-Bodenplatten  führen Besucher rechts und links der Bankreihen nach vorne zum Altarraum. Keramik ist die Frucht der Arbeit vieler Menschen hier in der Region. Von ihrem täglich Brot soll auch die Kirche zeugen. In unserer Kirche bringen wir unser Leben vor Gott. Wir danken ihm für die Gaben und Fähigkeiten, die er uns geschenkt hat.

 

Hier geht es zu weiteren keramischen Werken des Künstlers, die in der Kirche, Gemeindehaus, im Kindergarten sowie auf den beiden Friedhöfen zu sehen sind.
 Wim Mühendyck

 

 

Geologischer Erdzeiten-Lehrpfad

ML
Seiteneingang

Das Foto zeigt einen Ausschnitt von dem Erdzeitenweg an der Kirche. 600 Millionen Jahre Erdgeschichte sind auf rund 24 Metern dargestellt und mit Gestein  aus den einzelnen Zeiten ausgelegt. Die Entwicklung des pflanzlichen Lebens, wird hier dazu vorgestellt. Der Weg ist behindertengerecht angelegt und ermöglicht so ein  treppenfreien Zugang in die Kirche. 

Mehr Information zum Erdzeitenweg

Kirchenfenster

ML
Kirchenfenster

Die Kirchenfenster sind im Jahre 1954 nach dem Entwurf des einheimischen Künstlers Eugen Keller entstanden. Gestiftet wurden sie von der Firma Emil Sahm. Die äußeren Fenster zeigen die Symbole der vier Evangelisten, den Menschen für Matthäus den Löwen für Markus, den Stier für Lukas und den Adler für Johannes. Auf dem mittleren Fenster ist der Erzengel Michael sehen, er besiegt nach der neutestamentlichen Eschatologie, Offb. 12,7 nach Johannes, den Teufel in Gestalt eines Drachen.

 

Weitere Fenster und Info über den Künstler

Rassmann Orgel

ML
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Die Orgel ist ein historischer Schatz. Sie wurde wurde 1861 von der Firma Raßmann, später Hardt & Sohn, aus Möttau eingebaut. 1997 wurde sie aufwendig  renoviert und somit auf den ursprünglichen Stand gebracht. Die allermeisten Bauteile stammen tatsächlich noch aus dem 19. Jahrhundert, nur die vorne sichtbaren Prospektpfeifen und der Blasebalg sind erneuert worden. Sie hat 13 Register (so heißen die verschiedenen Pfeifenarten), zwei Manuale und ein Pedal. Bemerkenswert an dem Höhr-Grenzhausener Exemplar ist hingegen dessen schöner Zustand. Die Orgel wird sehr gut gepflegt und gewartet. Die Verbindungen zwischen Tasten und Pfeifen (einschließlich der Mechanismen zur Koppelung von einzelnen Manualen, d. h. Registern) sind aus einem mechanischen System von Hebeln und Winkeln, die durch Holzzüge miteinander verbunden sind, der so genannten Traktur. Bei modernen Orgeln von heute ist diese komplizierte Mechanik durch Elektromagnete ersetzt.

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